Wir haben für Euch einige Dinge in Sachen Gesundheit zusammengetragen.
Über weitere Anregungen würden wir uns freuen.

Analbeutel,   Entleeren der Analbeutel; Analbeutel als Herd; Analbeutelabszess;
Andere Krankheiten Staupe; Hepatitis (H.c.c.); Parvovirose; Caronavirusinfektion; Virushusten; Tollwut;
Auge,    Aufbau des Auges; Hornhautgeschwür; Grauer Star; Grüner Star; Nickhautdrüse; Follikuläre Bindehautentzündung; Distichiasis; Retina; Progressive Retina-Atrophie (PRA);
Augenbehandlung, Einbringen von Augensalbe; Einbringen von Augentropfen;
Bewegungsaparat, Hüftgelenk; Hüftgelenkdysplasie, Arthritis und Arthrose; Einteilung der Hüftgelenkdysplasie; Winkelmessung nach Norberg; Röntgenbilder von Hüftgelenken zur Diagnose der Hüftgelenkdysplasie (HD); Bandscheibe; Wirbelbrücken; Kniescheibenverrenkung; Kreuzbandriss; Knie; Knochen-Knorpel-Entzündung;
Darmparasiten, Wurmei, ca. 400x vergrößert; Spulwürmer, ca. 2x vergrößert; Lebenskreislauf der Spulwürmer; Gefahr für Menschen; Bandwurmglieder; Lebenskreislauf des Gurkenkernbandwurms; Lebenskreislauf des Finnenbandwurms; Lebenskreislauf des 3-gliedrigen Hundebandwurms; Lebenskreislauf des Fuchsbandwurms; Lebenskreislauf der Hakenwürmer; Lebenskreislauf der Peitschenwürmer;
Eingeben von Medikamenten, Tabletten eingeben; Flüssigkeit eingeben;
Flöhe,  Floh ca. 20x vergrößert; Flohkot ca. 10x vergrößert; Flohekzem; Flohnachweis; Lebenskreislauf der Flöhe; Behandlungsplan;
Geschwülste, Gesäugetumor; Gewebeuntersuchung; Tumoraussaat in der Lunge;
Harn- und Geschlechtsorgane, Schema der weiblichen Geschlechtsorgane; Gebärmutter mit Früchten; Gebärmuttervereiterung;  Vorhautkatarrh; Spülung der Vorhaut; Vorsteherdrüse; Vorsteherdrüse, Ultraschall; Blasensteine; Blasensteine, Röntgenbild; Gesundes Nierengewebe; Krankes Nierengewebe;
Haut und Haare, Aufbau der Haut und der Haare; Hautstanze;
Hautparasiten, Haare mit Nissen, ca. 100x vergrößert; Haarlinge;
Krallen, Krallenschneiden;
Kreislauf,  Herz; Gesundes Herz; Krankes Herz;
Laboruntersuchungen, Weiße und rote Blutkörperchen, 1200x vergrößert; Harnzylinder 400x vergrößert; Bakterienkultur mit Resistenztest; Pilzkultur;
Nase, Nasenhöhle, Längs- und Querschnitte;
Ohr, Äußerer Gehörgang; Ohrreinigung; Ohrspülung; Einbringen von Flüssigkeiten; Ohrmilben;
Parasiten, Lebenskreislauf der Herzwürmer; Lebenskreislauf der Giardien;
Rachen, Gefangener Kehldeckel; Befreiter Kehldeckel; geschwollene Mandeln;
Zecken,  Zeckenzange; Lebenskreislauf der Zecken;
Zähne,  Zahnschema; Milchzähne; Ultraschall-Zahnsteinentfernung; Zahnpolitur; Kranke Zähne als Herde; Zahnfleischentzündung; Zahnstein; Zahnfleischgeschwulst; Karies; Zahnabsplitterung;

 

Krallen  

Krallenschneiden beim Hund

Verschieden geformte Krallenscheren werden je nach Größe des Hundes eingesetzt.
Man Schneidet mindestens 2mm vom Blutgefäß und Begleitnerv entfernt

Analbeutel

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Analbeutel als Herd

Häufig entzündete Analbeutel müssen saniert werden.
Wie bei Herden im Gebiss sind Organschädigungen die Folge der ständigen Keimaussaat;
der ganze Organismus ist betroffen.

Entleeren der Analbeutel

Die Analbeutel werden von vorn umfasst und leicht gedrückt. Das übel riechende Sekret
entleert sich aus den Öffnungen der gestichelt dargestellten Analbeutel. Nicht die natürliche Entleerung
stören! Deshalb die Analbeutel nur bei Beschwerden sie Rutschen und Lecken ausdrücken.

Analbeutelabszess

Als Folge einer gestörten Entleerung sind Bakterien in den rechten Analbeutel eingewandert
und haben zu einer Abszessbildung geführt. Der linke Analbeutel ist nicht betroffen.

Eingeben von Medikamenten

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Tabletten eingeben

Tabletten weit hinten auf den Zungengrund legen. Danach den Fang zuhalten und den Kehlkopf
massieren, um den Schluckreflex auszulösen.

Flüssigkeit eingeben,

Flüssigkeit mit Hilfe einer Spritze seitlich zwischen den Zähnen hindurch auf die Zunge spritzen. Danach den Kehlkopf massieren, um den Schluckreflex auszulösen.

Andere Krankheiten

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Staupe


Die Staupe ist eine der bekanntesten und gefürchtetsten Infektionskrankheiten der Hunde. Das Staupevirus kommt in allen Ländern mit Hundehaltung vor und ist auch hierzulande noch weit verbreitet. Ihr Hund kann sich nicht nur durch Kontakt mit einem anderen Hund anstecken. Gefahr droht vielmehr auch beim Waldspaziergang, weil z. B. Marder und Frettchen die Krankheit übertragen können.

Erste Krankheitsanzeichen treten etwa 1 Woche nach der Ansteckung auf. Sie beginnen mit hohem Fieber, Appetitlosigkeit und Mattigkeit. Begleitet werden die Symptome von anfänglich wässrig-klarem Augen- und Nasenausfluss, der im weiteren Verlauf dann zähflüssig-eitrig wird. Dieser Ausfluss ist in höchstem Maße ansteckend. Entweder unmittelbar anschließend oder nach einer fiebrigen Phase der scheinbaren Erholung können weitere Krankheitssymptome auftreten: Erbrechen, wässrig bis blutiger Durchfall (Darmform der Staupe) und/oder Husten, Atembeschwerden, Lungenentzündung (Lungenform der Stau­pe). Eine besonders gefürchtete Komplikation ist die sog. nervöse Form der Staupe. Dabei verursacht das Staupevirus Schädigungen am Gehirn. Das äußert sich in psychischen Veränderungen, Zittern, Gleichgewichtsstörungen, Lähmungen und Krampfanfällen, vergleichbar dem Erscheinungsbild der Epilepsie. Der Schweregrad der verschiedenen Formen kann variieren. Die „nervöse“ Form endet jedoch praktisch immer tödlich bzw. erfordert, dass der Hund aus Gründen des Tierschutzes eingeschläfert werden muss.

Hepatitis (H.c.c)


Auch bei Hunden gibt es eine ansteckende Virushepatitis. Gefährdet sind allerdings nur Hunde; auf den Menschen ist diese Infektionskrankheit nicht übertragbar. Kranke, aber auch gesund erscheinende Hunde sind die Hauptüberträger der Erkrankung. Ein direkter Kontakt zwischen Hunden ist jedoch nicht immer erforderlich, weil das Virus lange ansteckend bleibt und so auch indirekt übertragen werden kann. Hunde, die die Erkrankung überstanden haben, können noch monatelang Hepatitisviren ausscheiden und verbreiten.

Die Krankheit beginnt, wie alle Virusinfektionen, mit Fieber, allgemeiner Mattigkeit, Appetitlosigkeit. Im weiteren Verlauf kommt es zu Augen- und Nasenausfluss (aus diesem Grund wurde die Krankheit früher oft mit Staupe verwechselt), Erb­rechen, manchmal auch Durchfall und zu Schmerzen in der Lebergegend. Die Leberschädigung verursacht unter anderem Störungen in der Blutgerinnung. Daneben kann es bei dieser Erkrankung auch zu Hornhauttrübung am Auge und zu chroni­schen Nierenschäden kommen. Schwerst erkrankte Hunde sterben unter Krämpfen teilweise sogar über Nacht, ohne vorher lange krank gewesen zu sein. Hunde, die überleben, zeigen verringerte Gewichtszunahme, und oftmals bleibt eine chronische Hepatitis zurück.

Parvovirose


Praktisch über Nacht verbreitete zu Beginn der 80er Jahre eine für Hunde tödliche Virusinfektion Angst und Schrecken bei Hundebesitzern: Parvovirose. Parvoviren, die Erreger dieser Krankheit, werden von betroffenen Hunden millionenfach über einen längeren Zeitraum mit dem Kot ausgeschieden. Virushaltiger Kot ist also die Hauptursache für eine Ansteckung. Besonders gravierend ist dabei das Problem, dass die Erreger sehr langlebig sind. Noch Jahre später können sie eine Erkrankung hervorrufen. Praktisch jedes „Hundehäufchen“ stellt eine potentielle Gefahr dar. Sei es, dass Ihr Hund beim Ausgang daran schnuppert, oder daß Sie selbst, z. B. an den Schuhen haftend, das Virus mit nach Hause bringen.

Die Erkrankung beginnt zunächst mit Fieber und Mattigkeit. Bald darauf stellt sich Erbrechen und schwerer, meist blutiger Durchfall ein. Bei sehr jungen Welpen kann die Infektion zum akuten Herztod führen, ohne dass die Welpen vorher Krankheits­symptome gezeigt haben. Erkrankte Hunde müssen umgehend in tierärztliche Intensivbehandlung. Da gegen das Virus selbst Medikamente unwirksam sind, kommt es trotz intensiver Be­handlung vor allem bei jüngeren Hunden häufig zum tödlichen Verlauf. Bei Hunden, die die Erkrankung überleben, können dauerhafte Herzschäden mit entsprechend eingeschränkter Leistungsfähigkeit zurückbleiben.

Die Parvovirose wird gelegentlich auch als „Katzenseuche der Hunde“ bezeichnet. Es kann jedoch weder eine Katze einen Hund noch umgekehrt ein Hund eine Katze anstecken.

Leptospirose

(Stuttgarter Hundeseuche, Weilsche Krankheit)

 


Diese Infektionskrankheiten werden durch bestimmte Bakterien hervorgerufen und können Tiere und den Menschen betreffen.

Hunde jeder Altersgruppe sind für die Krankheiten empfänglich. Infizierte Hunde können Erreger über lange Zeit mit dem Urin ausscheiden. Daneben sind Ratten und Mäuse eine wichtige lnfektionsquelle. Jedoch muss der Hund nicht unbedingt direkten Kontakt mit diesen Tieren oder mit Artgenossen haben. Der Erreger kann nämlich über längere Zeit in Pfützen überleben, so dass sich Hunde, die daraus trinken, auch auf diesem Weg anstecken können.

Ein bis zwei Wochen nach der Infektion kommt es zur Erkrankung mit oft typischen, schwer zu deutenden Symptomen. In schweren Fällen beginnt die Krankheit mit plötzlicher Schwäche, Futterver­weigerung, Erbrechen und Fieber. Atembeschwerden und ver­mehrter Durst sind ebenso wie häufiger Harnabsatz weitere Anzeichen. Bei manchen Hunden entwickelt sich eine Gelbsucht. Erkrankte Hunde erheben sich nur ungern und äußern Schmerzen bei Druck auf die Nierengegend. Das Überstehen der Krankheit kann chronische Nierenschäden hinterlassen.

Coronavirusinfektion

 


Hierbei handelt es sich um eine erst seit kurzem bekannte, hochansteckende Darminfektion. Die Krankheit kann Hunde jeden Alters befallen. Die Infektion ist in Europa, Nordamerika und Australien bekannt, dürfte jedoch weltweit verbreitet sein. Das Virus verursacht bei Hunden Fressunlust, wässrigen Durchfall mit Blutbeimengung und Erbrechen. Die Krankheit ist deshalb nur schwer von der Parvovirose zu unterscheiden, die jedoch in der Regel weitaus schwerer verläuft.

Die Ansteckung mit dem Coronavirus erfolgt durch Kontakt mit Kot, der von infizierten Hunden ausgeschieden wird.

Vorbeugung:
Ein wirksamer Impfstoff steht in Deutschland noch nicht zur Verfügung.

 

Virushusten


Diese Erkrankung der Luftröhre und der Bronchien wird fälschlich oft auch als Zwingerhusten bezeichnet. Der Grund dafür ist, dass zwar am häufigsten Hunde betroffen sind, die mit vielen anderen eng zusammenleben (z. B. im Zwinger). Grundsätzlich kann aber jeder Hund davon betroffen sein, der beim Auslauf mit Artgenossen in Kontakt kommt.

Die Ursache für den Husten sind bestimmte Virusarten, wie z. B. das Parainfluenzavirus. Aber auch das Staupevirus spielt hierbei eine Rolle. Bakterien können zu einem komplizierten Krankheitsverlauf mit Lungenentzündung beitragen, wenngleich in den seltensten Fällen akute Lebensgefahr besteht. Gequälter, trockener Husten, der anfallsweise auftritt, beeinträchtigt aber das Allgemeinbefinden und die Leistungsfähigkeit der Hunde außerordentlich. Überall, wo viele Hunde zusammenkommen, verbreitet sich der Husten sehr rasch.

Vorbeugung:

Spezielle, moderne Kombinationsimpfstoffe, die üblicherweise zur Schutzimpfung gegen die in dieser Broschüre beschriebenen Krankheiten eingesetzt werden, schützen auch gegen Parainfluenzaviren und andere Erreger, die am Zustandekommen des Virushusten beteiligt sind.

Tollwut


Gewiß sind Ihnen die veterinärpolizeilichen Hinweisschilder auf einen „Tollwutsperrbezirk‘ an vielen Ortseinfahrten bekannt. Der Gesetzgeber trägt damit der Tatsache Rechnung, dass die Tollwut nach wie vor eine der gefährlichsten Virusinfektionen für Mensch und Tier ist. Empfänglich für die Krankheit sind alle warmblütigen Tiere. Die Hauptinfektionsquelle sind wildlebende Fleischfresser, in erster Linie Füchse. In letzter Zeit wurde das Virus aber auch verschiedentlich bei Fledermäusen nachgewiesen. Tollwutviren werden von infizierten Tieren mit dem Speichel ausgeschieden. Bissverletzungen durch tollwutinfizierte Tiere sind deshalb besonders gefährlich, weil das Virus über Wunden in den Körper gelangt. Deshalb sollten Sie auch unbedingt vermeiden, „besonders zutrauliche Wildtiere“ oder zum Beispiel einen überfahrenen Fuchs mit der bloßen Hand zu berühren.

In typischen Fällen verläuft die Tollwut in drei Phasen. Das erste Anzeichen ist oft eine Verhaltensänderung (scheue Tiere werden z.B. zutraulich). Im weiteren Verlauf kann es zu Erregungszustän­den (Exzitationsstadium) und schließlich kurz vor dem Tod zu Lähmungen (Paralysestadium) kommen. Da die Krankheitserscheinungen bei Tollwut sehr vielfältig sein können, wird dringend empfohlen, falls Sie selbst oder Ihr Hund Kontakt mit einem tollwutkranken oder verdächtigen Tier hatte, unver­züglich einen Arzt oder Tierarzt aufzusuchen. Geimpfte Hunde sind in diesem Fall rechtlich besser gestellt als ungeimpfte, für die eine sofortige Tötung angeordnet werden kann.

Für Auslandsreisen ist zu beachten, dass die einzelnen Länder so genannte Einreisebestimmungen erlassen haben. In der Mehr­zahl der Fälle wird die Einreise mit einem Hund nur dann erlaubt, wenn eine gültigen Tollwutimpfung nachgewiesen werden kann. Diese muss in der Regel mindestens vier Wochen, höchstens aber ein Jahr zurückliegen.

Augen

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Einbringen von Augensalbe

Leichter Druck des Zeigefingers auf das oberer Augenlid entblößt die untere Bindehaut. Augensalbe parallel zum Auge am unteren Lidrand absteifen.

Einbringen von Augentropfen

Leichtes Auseinanderziehen des oberen und unteren Augenlids mit Daumen und Zeigefinger öffnet das Auge. Augentropfen können auch mitten auf den Augapfel getropft werden.

Aufbau des Auges
 
 1 Oberlid  7 Nickhaut 13 Augenmuskel
 2 Hornhaut  8 Nickhautdrüse 14 Aderhaut
 3 Iris  9 Unterlied 15 Sklera
 4 Pupille 10 Linse 16 Netzhaut
 5 vordere Augenkammer 11 Strahlkörper 17 Netzhautgefäße
 6 hintere Augenkammer 12 Glaskörper 18 Sehnervstrang
Hornhautgeschwür

Ein Hornhautgeschwür tritt meist als Folge einer Verletzung der Hornhaut auf. Es ist am Anfang seiner Entstehung nicht immer einfach zu erkennen. Eine rasche Behandlung verhindert den Verlust des Auges aufgrund einer fortschreitenden Entzündung.

Grauer Star ( Katarakt)

Eine Linsentrübung führt zum "Grauwerden" des betroffenen Auges und im weiteren Verlauf zu Erblindung. Die operative Entfernung der Linse kann das Sehvermögen zurückbringen.

Grüner Star (Glaukom)

Erhöhter Augeninnendruck führt zu einer Weitstellung der Pupille und Zerstörung der Netzhaut. Eine regelmäßige Beobachtung der Pupillengröße und -reaktion ermöglicht die Früherkennung.

Nickhautdrüse,

Eine durch Entzündung vergrößerte Nickhautdrüse auf der Innenseite des dritten Augenlids führt zu ständig vermehrtem Tränenfluss und sog. Tränenstraßen.

Follikuläre Bindehautentzündung

Diese meist an der Innenseite der Nickhaut auftretende Entzündungsform gleicht der Oberfläche einer Himbeere und führt aufgrund des heftigen Reizes zu starkem Tränenfluss und Eiterbildung.

Distichiasis

Fehlstehende haare auf dem Lidrand reizen ständig die Hornhaut und führen zu erheblichen Entzündungen und Trübung der Hornhaut.

Retina

Der gesunde Augenhintergrund zeigt deutlich die Netzhaut mit den Netzhautgefäßen und die Papille des Sehnervs.

Progressive Retina-Atrophie (PRA)

Bei der fortschreitenden Atrophie der Netzhaut (PRA) zersetzen sich allmählich alle Bestandteile der Netzhaut. Die Sehkraft geht verloren. Diese Erkrankung wird meist vererbt.

Ohren

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Äußerer Gehörgang

Der äußere Gehörgang verläuft mit einem deutliche Knick in der nähe des Trommelfelles. Entzündliches Sekret, das bei einer Ohrenentzündung entsteht, sammelt sich besonders in diesem Abschnitt. Der äußere Gehörgang endet am Trommelfell.

Ohrreinigung

Eine Ohrreinigung mit Wattestäbchen soll grundsätzlich vermieden werden, weil das Sekret oder Ohrschmalz in die Tiefe gedrückt wird und dort Pfröpfe bildet.

Ohrreinigung

Ohrpfröpfe oder festes Sekret können mit einer Ohrschlinge entfernt werden. Eine Ruhigstellung ist meist erforderlich, um Verletzungen des Trommelfelles bei plötzlichen Abwehrbewegungen zu vermeiden.

Ohrspülung

Die gründlichste Reinigungsart ist die Ohrspülung, wobei mit Flüssigkeit unter Druck der gesamte äußere Gehörgang freigespült wird. Eine Ruhigstellung ist erforderlich.

Einbringen von Flüssigkeiten

Am besten bei tief gehaltener Nase Ohrmuschel nach oben und leicht nach außen ziehen. Der Knick des äußeren Gehörgangs wird so begradigt und Ohrentropfen erreichen das Trommelfell, wenn sie in genügend großer Menge eingefüllt werden.

Der mit Flüssigkeit gefüllte Gehörgang wird zwischen Daumen und Finger genommen und massiert. Das Sekret löst sich und kann im oberen Teil des Gehörgangs mit um den Finger gewickelter Watte entfernt werden.

Ohrmilben, ca. 100x vergrößert

Ohrmilben sind häufig bei Jungtieren Verursacher von Juckenden Ohrentzündungen. Sie halten sich auch im Fell auf.

Nase

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Nasenhöhle, Längs- und Querschnitt

Das zigtausendfach bessere Riechvermögen des Hundes wird durch eine wesentlich höhere Anzahl von Riechzellen ermöglicht, die aufgrund eines schneckenartigen Aufbaus der Nasenhöhle Platz finden.

Rachen

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"Gefangener Kehldeckel"

Ein langes Gaumensegel kann dazu führen, dass der Kehldeckel sich regelmäßig darunter verfängt. Der betroffene Hund erleidet Schniefanfälle beim Versuch, ihn wieder zu befreien.

"Befreiter Kehldeckel", geschwollene Mandeln

Der "befreite" Kehldeckel liegt wieder vor dem Gaumensegel, so dass eine normale Atmung möglich ist. Die rechts und links vom Kehldeckel liegenden längsovalen Mandel sind deutlich geschwollen und aus ihren Taschen hervorgetreten.

Zähne

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Das Zahnschema vom Hund

Milchgebiss 28 Zähne   I1  I2  I3  C  P2  P3  P4
                                                 I1  I2  I3  C  P2  P3  P4                   X2

Dauergebiss 42 Zähne  I1  I2  I3  C  P2  P3  P4 M1 M2
 
                                               I1  I2  I3  C  P2  P3  P4 M1 M2 M3   X2

Milchzähne

Wenn Milchzähne nicht rechtzeitig ausfallen, so bildet sich mit den nachkommenden bleibenden Zähnen eine doppelte Zahnreihe. Solche Milchzähne behindern die bleibenden Zähne und müssen gezogen werden.

Ultraschall-Zahnsteinentfernung

Am schonendsten wird Zahnstein mit einem Ultraschallgerät entfernt. Eine Ruhigstellung ist dazu erforderlich.

Zahnpolitur

Nach der Zahnsteinentfernung werden die Zähne poliert, um neuer Zahnsteinbildung möglichst wenig Ansatzstellen zu bieten.

Kranke Zähne als Herde

Vereiterte Zähne und eitrige Zahnfleischentzündungen setzen ständig Keime in den Organismus frei. Sie führen zu schweren Organschädigungen, die sich häufig erst nach länger Zeit bemerkbar machen.

Zahnfleischentzündung

Eitrige und nichteitrige Zahnfleischentzündungen gefährden das Zahnbett und können zu Zahnverlust führen, Manchmal sind sie auch Folgen schwerer Infektionserkrankungen.

Zahnstein

Zahnstein ist die größte Gefahr, die dem bleibenden Gebiss droht. Nicht nur übler Mundgeruch, sondern auch Entzündungen des Zahnfleisches und Wurzelvereiterungen, Zahnfisteln, Zahnausfall und Allgemeinerkrankungen können die Folge sein.

Zahnfleischgeschwulst

Zahnfleischgeschwülste (Epuliden) finden sich besonders häufig beim Boxer. Sie könne die Zahnreihen völlig überwuchern.

Karies

Karies tritt beim Hund selten auf. Bei früher Entdeckung dann der betroffene Zahn gerettet werden.

Zahnabsplitterung

Das Kauen auf Knochen oder Steinen führt oft zu Absplitterung eines Reißzahnes. Eine Zahnfistel kann die Folge sein.

Darmparasiten

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Wurmei, ca. 400x vergrößert

Ausgewachsene Würmer legen Tausende von Eiern am Tag (Ausnahme Bandwürmer). Sie können deshalb leicht unter dem Mikroskop erkannt werden. Regelmäßige mikroskopische Kotuntersuchungen sind sinnvoll weil es kein Medikament gibt, das alle Darmparasiten gleichermaßen abtötet. Das mikroskopische Bild zeigt ein Spulwurmei.

Spulwürmer, ca. 2x vergrößert

Spulwürmer kommen bei Fleischfressern am häufigsten vor. Durch Aufnahme larvenhaltiger Eier können sich auch Kinder infizieren. Regelmäßige parasitologische Kontrollen sind sinnvoll.

Lebenskreislauf der Spulwürmer

Die ausgewachsenen Würmer leben im Darm des Hunde. Die Wurmeier werden mit dem kot ausgeschieden. In ihnen reifen infektiöse Larven heran, die direkt vom Wirtstier oder durch Verzehr eines Zwischenwirts (Maus) aufgenommen werden Welpen können sich mit den Larven über die Muttermilch infizieren.

Gefahr für Menschen

Insbesondere Kinder können sich als Fehlwirte über infektiöse Larven anstecken. Wichtigste Infektionsquelle sind Sandkästen auf Spielplätzen. Die meisten Infektionen verlaufen jedoch ohne Symptome.

Bandwurmglieder

Bandwürmer vermehren sich über sog. Bandwurmglieder, die mit Eiern gefüllt sind Bandwurmglieder haften häufig am Fell und trocknen dann ein. Die im kleinen Foto gezeigten Bandwurmglieder in verschiedenen Eintrocknungsstadien sind 1,5 x vergrößert

Bandwurmglieder

Die Bandwurmglieder kriechen aus dem After oder werden mit dem Kot ausgeschieden. Auf dem Kot sind sie dann Reiskörner ähnelnd sichtbar (kleines Foto).

Lebenskreislauf des Gurkenkernbandwurms

Der ausgewachsene Gurken- oder Kürbiskernbandwurm lebt im Darm. Er scheidet mit Eiern gefüllte Glieder aus. Die Eier werden von Flohlarven aufgenommen. Aus den Flohlarven werden erwachsene Flöhe, die infektiöse Bandwurmlarven enthalten. Das Zerbeißen solcher Flöhe führt zur Infektion des Hundes.

Lebenskreislauf des Finnenbandwurms

Die erwachsenen Bandwürmer leben im Darm. Sie geben in den Kot Bandwurmglieder ab. Diese eihaltigen Glieder werden von den Zwischenwirten wie Maus und Rind aufgenommen. Der Hund infiziert sich durch Fleisch solcher Zwischenwirte.

Lebenskreislauf des 3-gliedrigen Hundebandwurms

Der nur 3 - 6 mm große Bandwurm Echinococcus granulosus lebt im Darm des Hundes. Im kot ausgeschiedene Eier werden vom Zwischenwirt (meist Haustiere) aufgenommen. Dort entwickeln sich besonders in <Lunge und Leger Blasen (Finnen) über die sich der Hund infizieren kann. Beim Menschen kann es über die Aufnahme von Bandwurmeiern zu schweren Erkrankungen kommen.

Lebenskreislauf des Fuchsbandwurms

Der Endwirt (Hund, Katze, Fuchs) scheidet mit dem Kot Eier aus. die trocknen und vom Wind über Waldfrüchte verteilt werden. Über solche Bandwurmeier infiziert sich der Mensch. Als Zwischenwirte infizieren sich Mäuse über Bandwurmeier. In ihnen wachsen die Finnen heran. Die Endwirte des Fuchsbandwurmes (Echinococcus multilocularis) infizieren sich über solche Mäuse.

Lebenskreislauf der Hakenwürmer

Ausgewachsene Hakenwürmer leben im Dünndarm und trinken Blut. Ihre Eier werden mit dem Kot ausgeschieden. Aus ihnen entwickeln sich Larven, die durch Lecken aufgenommen werden oder durch die haut eindringen. Welpen können sich über larvenhlatige Muttermilch infizieren.

Lebenskreislauf der Peitschenwürmer

Ausgewachsene Peitschenwürmer leben im Darm. Ihre Eier werden mit dem Kot ausgeschieden. In den Eiern entwickeln sich Larven, die wiederum über Kot oder Erde vom Hund aufgenommen werden.

Parasiten

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Lebenskreislauf der Herzwürmer

Stechfliegen übertragen die Herzwurmlarven durch ihre Stiche. Die Larven reifen im Unterhautgewebe heran und die jungen Würmer wandern ins Herz. Die weiblichen Herzwürmer geben Larven in das Blut ab, aus dem sie von Stechfliegen aufgesaugt werden.

Lebenskreislauf der Giardien

Giardien gehören zu den Urtierchen und heften sich an die Darmwand an und erzeugen schleimige Durchfälle. Sie vermehren sich durch Längsteilung der birnenförmigen Stadien und bilden Dauerstadien mit Geißeln aus. Die Dauerstadien (Zysten) werden mit dem Kot ausgeschieden und führen zu Neuinfektionen.

Kreislauf

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Herz


Aus allen Venen fließt das verbrauchte Blut zum Herzen (blau) und füllt den rechten Vorhof (Vorkammer). Gleichzeitig strömt sauerstoffreiches Blut (rot) aus der Lunge in den linken Vorhof. Zwischen Vor- und Hauptkammer einer Herzhälfte sitzen Herzklappen, die den Blutfluss regeln. Durch die nun geöffneten Herzklappen fließt das Blut in die zugehörige Herzkammer (Diastole). Am Ende des Füllungsvorgangs ziehen sich die Herzkammern zusammen (Systole). Das Blut wird in den Kreislauf gepumpt. Aus der rechten Hauptkammer führt ein großes Gefäß in die Lunge. Über eine Herzklappe geregelt treibt sie das verbrauchte venöse Blut in die Lunge. Die linke Herzkammer treibt das sauerstoffreiche arterielle Blut über ein großes Gefäß in den Körper.

Gesundes Herz

Der Herzmuskel ist in eine rechte (blau) und in eine linke (rot) Hälfte geteilt, die je aus einer Vorkammer und einer Hauptkammer bestehen. Zwischen Vor- und Hauptkammer jeder Hälfte regeln Herzklappen den Blutfluss. Das verbrauchte Blut mündet in einem großen Blutgefäß in der rechten Vorkammer. Aus der rechten Hauptkammer führt ein großes Gefäß in die Lunge. In die linke Vorkammer mündet ein Gefäß aus der Lunge. Aus der linken Hauptkammer führt ein großes Gefäß in den Organismus zurück. Dort wo die großen Gefäße in oder aus den Herzkammern führen, regeln Herzklappen den Ein- und Ausstrom.

 

Krankes Herz

Erkrankungen des Herzens führen zu einer Abnahme der Pumpleistung und damit zu einem verringerten Blutfluss. Der Herzmuskel vergrößert sich durch Einbau funktionsloser Muskulatur. Die Leistung wird immer geringer. Krankhafte Veränderungen an den Herzklappen führen zu Störungen des Ein- und Ausstroms des Blutes. Gegenströme und Verwirbelungen schädigen den Herzmuskel. Je größer das herz dann wird, umso geringer ist die Leistung.

Haut

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Aufbau der Haut und der Haare

1  Oberhaut
2  Talgdrüse
3  Haarbalgmuskel
4  Lederhaut
5  Haarbalg
6  Unterhaut
7  Schlauchdrüse

Hautstanze

Zur Abklärung von Hautkrankheiten können kleine Hautstückchen dienen, die aus gestanzt werden (Hautbiopsie) und von einem Pathologen unter dem Mikroskop histologisch untersucht werden.

Zecken

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Zeckenzange

Durch Druck mit dem Daumen öffnet sich die Zange. Die Zecke kann am Kopf erfasst werden. Beim Loslassen des Stempels schließt sich die Zange und hält die Zecke automatisch fest. Durch mehrmaliges Drehen in einer beliebigen Richtung löst sich die Zecke aus der Haut.

Zecke ca. 10 x vergrößert

Lebenskreislauf der dreiwirtigen Zecken

Für die Entwicklung von Zecken ist jeweils eine Blutmahlzeit erforderlich. Weibliche Zecken legen Eier, aus denen sich sechsbeinige Larven entwickeln. Diese saugen Blut und entwickeln sich zu einer achtbeinigen Nymphe, die sich nach einer Blutmahlzeit zur Zecke häutet.

Flöhe

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Floh, ca. 20x vergrößert

Flöhe sind blutsaugende Insekten, die beim befallenen Tier erheblichen Juckreiz erzeugen können, Sie sind nicht leicht zu entdecken und schwierig zu bekämpfen. Sonst wären sie schon ausgerottet.

Flohkot, ca. 10x vergrößert

Der im Fell haftende ca. 1-3 mm lange strangförmige, braunschwarze Flohkot gibt einen guten Hinweis auf Flohbefall.

Flohekzem

Massiver Flohbefall kann zu juckenden Hautentzündungen führen. Einzelne Tiere entwickeln eine Flohspeichelallergie. Allergische Tiere reagieren dann auch schon auf einen einzelnen Flohstich.

Flohnachweis

Einzelne Flöhe sind leicht zu übersehen. Sie können jedoch durch Kämmen mit einem speziellen Flohkamm entdeckt werden oder es kann der im Fell verbliebene Flohkot nachgewiesen werden: verdächtige braune Teilchen mit einem Tropfen Wasser auf weißes  Papier geben und zerdrücken. Am Rand erkennt man dann eine typische rotbraune Färbung, die durch den hohen Blutanteil des Flohkots zustande kommt, der sich im Wasser löst.

Lebenskreislauf der Flöhe

Die weiblichen Flöhe legen ihre Eier ins Fell der Wirtstiere ab. Die Floheier fallen zu Boden und sammeln sich besonders an den Ruheplätzen an. Aus den Floheiern entstehen Flohlarven, die sich von Flohkot ernähren. Daraus entwickeln sich Flohpuppen, aus denen dann Flöhe schlüpfen, die Blut saugen. Diese Entwicklung dauert ca. 4-6 Wochen. Flöhe werden höchstens ein Jahr alt.

Behandlungsplan

Wichtig:
Bei der Flohbekämpfung müssen immer mehrere Maßnahmen kombiniert werden. Die Anwendung eines Präparates genügt nicht. Gleichzeitige Bandwurmbekämpfung!

Wenig Flöhe: 1 x wöchentlich kämmen, pudern, besprühen, Flohband anlegen oder systemische Behandlung.

Viele Flöhe: 2 x wöchentlich kämmen, baden, besprühen, Umgebungsbehandlung: Staubsaugen, wischen, waschen und systemische Behandlung.

Allergisch auf Flöhe: 1 x täglich kämmen, 2 x wöchentlich baden, danach besprühen. 2 x wöchentlich Umgebungsbehandlung: Staubsaugen, wischen, waschen, Liegeplätze im Garten besprühen und systemische Behandlung.

 

Hautparasiten

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Haare mit Nissen, ca. 100x vergrößert

Haarlinge und Saugläuse kleben ihre Eier (Nissen) an die Haare. Die Nissen sind mit bl0ßem Auge als weißlich-speckige Blasen erkennbar.

Haarlinge

Alle Entwicklungsstadien der Haarlinge bleiben im Fell. Die Eier werden an die haare geklebt. Larven und erwachsene Haarlinge ernähren sich von Schuppen. Die Entwicklung dauert nur 3-6 Wochen. Der Befall mit Haarlingen erzeugt starken Juckreiz. Sie sind auch Zwischenwirte des Gurkenkernbandwurms.

Harn- und Geschlechtsorgane

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Schema der weiblichen Geschlechtsorgane

Beim Hund besteht die Gebärmutter  aus zwei Hörnern, Die Eierstöcke befinden sich an den Hornspitzen und sind durch die Eileiter mit der Gebärmutter verbunden. Bei der Kastration werden beide Eierstücke entfernt. Im täglichen Sprachgebrauch wird die Kastration oft mit Sterilisation genannt. Bei einer Sterilisation werden aber nur die Eileiter durchtrennt.

Gebärmutter mit Früchten

Bei einer Trächtigkeit liegen die Früchte wie auf eine Perlenkette gereiht in der Gebärmutter.

Gebärmuttervereiterung

Eine Gebärmuttervereiterung tritt bei älteren Hündinnen relativ häufig ca. 8 Wochen nach einer Läufigkeit auf. Hormone verursachen eine Schwellung der Gebärmutterschleimhaut; Bakterien dringen dann in dieses schwammartige Gewebe ein und produzieren Eiter. Ist der Gebärmuttermund offen, so läuft der Eiter aus der Scheide, ist er geschlossen (Pfeil) so sammelt sich der Eiter in der Gebärmutter bis sie platzt.

Vorhautkatarrh

Ein mehr oder weniger starker Ausfluss aus der Vorhauthöhle des Rüden stellt an erster Stelle an hygienisches Problem dar. Spätestens wenn er eitrig wird, muss er behandelt werden

Spülen der Vorhaut

Nach Einführen einer geeigneten Spritze in die Vorhautöffnung wird die Vorhaut über dem Spritzenansatz festgehalten (roter Pfeil). Die desinfizierende Flüssigkeit wird nach hinten massiert. Nach Freigabe der Öffnung läuft die Spülflüssigkeit wieder heraus.

Vorsteherdrüse

Die gesunde Vorsteherdrüse (Prostata) liegt hinter dem Blasenausgang und umgreift die Harnröhre. Die kranke, vergrößerte Prostata (rot "Wolke") drückt an erster Stelle auf den Enddarm und behindert den Kotabsatz. Nach Kastrationen bildet sich eine gutartige Vergrößerung zurück.

Vorsteherdrüse, Ultraschall

Mittels Ultraschall können Veränderungen in der Prostata - wie hier im Bild gefährliche Zysten -sicher erkannt werden.

Blasensteine

Blasensteine können seht scharfkantig sein und die Blasenschleimhaut verletzen. Der Harnabsatz wird dann schmerzhaft und der Harn blutig.

Blasensteine, Röntgenbild

Die meisten Blasensteine können durch eine Röntgenaufnahme entdeckt werden. Für die weitere Behandlung ist eine genaue Analyse der Blasensteine erforderlich.

Gesundes Nierengewebe

Über die Nierenkörperchen und -kanälchen werden die giftigen Stoffwechselendprodukte wie mit einem Sieb aus dem Urin filtriert. Besonders wichtig ist die Entfernung des Harnstoffs, der beim Eiweißabbau aus dem Futter entsteht.

Krankes Nierengewebe

Deutlich ist zu sehen, dass das funktionstüchtige Nierengewebe durch funktionsloses Bindegewebe verdrängt wird. Als Folge können die harnpflichtigen Stoffe nicht mehr genügend aus dem Urin entfernt werden. Über vermehrte Wasseraufnahme (Durst) versucht der Körper, die Giftstoffe zu verdünnen.

Bewegungsaparat

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Hüftgelenk

Das Knochenpräparat eines gesunden Hüftgelenks zeigt, wie der gut geformte Oberschenkelkopf satt in der Gelenkpfanne liegt, die von den Beckenknochen gebildet wird.

Hüftgelenkdysplasie, Arthritis und Arthrose

Das Knochenpräparat einer schweren Fehlbildung des Hüftgelenks zeigt die aufgrund von heftigen Entzündungsvorgängen (Arthritis) entstandenen Knochenwucherungen (Arthrose, vergleichbar mit "wildem Fleisch") an der abgeflachten Gelenkspfanne und dem Oberschenkelkopf.

 

Einteilung der Hüftgelenkdysplasie
(von links nach rechts)

HD frei, HD-Grad A;
Nobergwinkel >/=105° ;
Keine Knochenveränderungen.

HD verdacht, HD-Grad B
Nobergwinkel >105° ;
Minimale Knochenveränderungen.

Leichte HD, HD-Grad C
Nobergwinkel >/=100° ;
Leichte Knochenveränderungen.

Mittlere HD, HD-Grad D
Nobergwinkel >/=90° ;
Mäßig-starke Knochenveränderungen.

Schwere HD, HD-Grad E
Nobergwinkel >/=80° ;
Massive Knochenveränderungen.

 

Winkelmessung nach Norberg

Mittels einer Schablone mit Kreisen werden die Mittelpunkte der Oberschenkelköpfe ermittelt und durch eine Linie verbunden. Durch die Mittelpunkte wird dann je eine Linie an den vorderen Pfannenrand gelegt. Der Winkel zwischen Verbindungslinie und der Linie am vorderen Pfannenrand (Doppelpfeil) wird gemessen.

Röntgenbilder von Hüftgelenken  zur Diagnose der Hüftgelenkdysplasie (HD)

Das eingeschobene Bild zeigt die dazu erforderliche Lagerung des Hundes auf dem Röntgentisch. Voraussetzung hierfür ist eine spezielle Narkose.

Von links nach rechts.
HD frei; Leichte HD; Mittlere HD; Schwere HD; Schwere HD mit Luxation.

Bandscheiben

Das Röntgenbild zeigt einen Wirbelsäulenabschnitt mit verkalkten Bandscheiben; eine davon rot. Im eingeschobenen Bild ist der Bandscheibenvorfall im Querschnitt dargestellt, um den Druck auf das Rückenmark und die davon abgehenden Nervenwurzeln zu verdeutlichen. Das untere linke Bild zeigt einen verkalkten Bandscheibenkern (rosa) in normaler Lage und als Vorfall am Rückenmark (gelb)

Wirbelbrücken

Als Folge degenerativer Vorgänge bilden sich knorpelige Wucherungen an den Wirbelkörpern, die Verknöcherungen und sog. Wirbelbrücken oder Spondylosen bilden (im Röntgenbild rot). Dadurch können Bandscheiben unter Druck geraten und Nerven gequetscht werden. Das untere Bild zeigt das Knochenpräparat einer extremen Wirbelbrückenbildung.

Kniescheibenverrenkung

Die Kniescheibenverrenkung (-luxation) ist eine meist angeborenen Erkrankung des Kniegelenks, bei der die Kniescheiben aufgrund einer Knochenfehlstellung über den inneren oder äußeren Rollhöcker des Oberschenkelknochens rutscht und damit die Bewegung des Kniegelenks behindert.

Kreuzbandriss

Das intakte vordere Kreuzband hält im Kniegelenk beim Abrollen den Oberschenkelknochen auf dem Schienbein fest.
Nach einem Riss des vorderen Kreuzbands wird der Oberschenkelknochen nicht mehr auf dem Schienbein festgehalten. Der Abrollvorgang wird verlängert und der Meniskus (rosa) kommt unter schmerzhaftern Druck.

Knie

Das Knochenpräparat des Knies zeigt die Lage von Oberschenkelknochen, Schienbein und Kniescheibe.

Knochen-Knorpel-Entzündung

Bei einer Knochen-Knorpel-Entzündung (Osteochondritis dissecans, OCD) verwächst der Knorpelüberzug eines Gelenks nicht fest mit seiner knöchernen Unterlage. Unter Belastung können sich Knorpelteile ablösen und heftige Gelenkschmerzen erzeugen. Im weitern Verlauf entwickeln sich schwere Gelenksveränderungen.

Geschwülste

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Gesäugetumor

Klein Gesäugetumore verstecken sich oft in langen haaren und werden deshalb erst spät entdeckt. Bei älteren Hündinnen ist deshalb eine regelmäßige Kontrolle des Gesäuges durch den Tierhalter angezeigt.

Gewebeuntersuchung

Grundsätzlich soll jeder Gesäugetumor nach seiner chirurgischen Entfernung zur feingeweblichen Untersuchung zum Pathologen geschickt werden. Nur so wird eine optimale Nachsorge ermöglicht. Dieses histopathologische Bild zeigt einen bösartigen Gesäugetumor.

Tumoraussaat in der Lunge

Im Röntgenbild zeigt sich, wenn bösartige Tumore sich ausgesät und sog. Tumormetastasen oder Tochtergeschwülste in der Lunge gebildet haben. Die Lunge ist besonders betroffen, weil hier das Blut mit Sauerstoff aufgefrischt wird und dabei Tumorzellen hängen bleiben.

Laboruntersuchungen

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Weiße und rote Blutkörperchen, 1200x vergrößert

Unter dem Mikroskop kann man wie auf einem Bild Blutzellen erkennen ("Blutbild") die entscheidende Hinweise auf die Art einer Erkrankung geben können.

Harnzylinder, 400x vergrößert

Harn wird in einer Zentrifuge bei hoher Umdrehungszahl verdichtet. Der Bodensatz im Reagenzröhrchen, das Sediment, lässt sehr gut Harnwegserkrankungen erkennen. Sog. Zylinder sind Ausgüsse der Nierenkanälchen.

Bakterienkultur mit Resistenztest

Bakterien können im Brutschrank angezüchtet werden. Diese Bakterien kann man dann für einen Resistenztest verwenden, mit dem man herausfinden kann, welches Antibiotikum am besten hilft.

Pilzkultur

Bei Verdacht auf eine Infektion mit Pilzen wird eine Pilzkultur angelegt. Pilze werden auf einem speziellen Nährboden über mehrere Tage angezüchtet.

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